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Autokredit widerrufen

Jetzt Widerruf erklären und Geld zurückholen

Fast alle Autobanken haben fehlerhafte Widerrufsbelehrungen verwendet. Deshalb können Kauf- und Leasingverträge fast aller Autobanken auch heute noch widerrufen werden.

Betroffen sind nahezu alle Autokredit- und Leasingverträge mit Verbrauchern. Verbraucher, die einen Vertrag nach dem 13. Juni 2014 abgeschlossen haben müssen nicht einmal Wertersatz zahlen und sind kostenlos gefahren.

Nutzen Sie die Chance und holen Sie gezahlte Raten und die Anzahlung zurück. Teilweise sogar ohne Pflicht zur Zahlung einer Nutzungsentschädigung.

Viele Autobanken sowie finanzierende Banken sind betroffen. Hierzu gehören u.a. die VW-Bank, Mercedes-Benz-Bank oder auch die Renault-Bank

AUTOKREDIT WIDERRUFEN

SO FUNKTIONIERT´S

01.

Autokreditvertrag hochladen

Sie möchten Ihren Autokreditvertrag widerrufen und wissen nicht, ob dies möglich ist? Laden Sie Ihre Unterlagen zu Ihrem Autokredit hier hoch.

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Kostenlose Prüfung

Ihre Unterlagen werden nach dem Upload von einem spezialisierten Rechtsanwalt geprüft und mit den aktuellen gerichtlichen Entscheidungen abgeglichen.

03.

Kostenlose Einschätzung

Sie erhalten nach Abschluss der Prüfung durch Ihren persönlichen Ansprechpartner eine kostenlose Ersteinschätzung zu den Erfolgsaussichten eines Widerrufs Ihres Autokreditvertrages.

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Musterschreiben versenden

Anschließend können Sie hier ein kostenloses Musterschreiben zum Widerruf Ihres Autokreditvertrages herunterladen. Dieses Musterschreiben müssen Sie nur noch ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und versenden.

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Bei Problemen sind wir für Sie da

Teilweise lehnen Autobanken auch einen wirksamen Widerruf vorgerichtlich ab. In diesem Fall steht Ihnen Ihr persönlicher Ansprechpartner weiter zur Seite, um Ihre Rechte durchzusetzen.

06.

Rückzahlung erhalten

Nachdem Ihre Ansprüche aufgrund des berechtigten Widerrufs durchgesetzt wurden erhalten Sie sämtliche von Ihnen gezahlten Beiträge sowie eine evtl. gezahlte Anzahlung zurück.

Verschenken Sie kein Geld

Nutzen Sie die Möglichkeit Ihren alten Autokreditvertrag zu widerrufen und sparen Sie bares Geld. Teilweise können Sie den Widerruf ausüben ohne Nutzungsersatz zahlen zu müssen. In diesem Fall sind Sie das Auto komplett kostenlos gefahren.

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BETROFFENE BANKEN

Alfa Romeo Bank

Audi Bank

Auto Europa Bank

Bank11

BDK-Bank

BMW Bank

Commerz Finanz

Fiat Bank

Ford Bank

Honda Bank

Jaguar Bank

Lancia Bank

Land Rover Bank

Maserati Bank

Mercedes Benz Bank

MKG Bank von Mitsubishi

Nissan Bank

Opel Bank

Peugeot Bank

Porsche Bank

Renault Bank

Santander Consumer Bank

Seat Bank

Skoda Bank

Targobank

Toyota Bank

VW Bank

AUTOKREDIT WIDERRUFEN

DIE BISHERIGE RECHTSPRECHUNG

Die ersten gerichtlichen Verfahren zum Widerruf von Autokreditverträgen laufen seit dem Jahr 2016. In den meisten Fällen handelt es sich um laufende Verfahren, die bisher von den angerufenen Gerichten noch nicht entschieden wurden. Nachfolgend zeigen wir Ihnen, welche Gerichte bereits eine Entscheidung in einschlägigen Fällen getroffen haben.

In dem durch das Landgericht Arnsberg zu entscheidenden Fall hatte ein Verbraucher im Jahr 2014 einen gebrauchten Passat gekauft. Den Kaufpreis hatte er teilweise über die Volkswagen Bank (VW Bank) finanziert.

Ungefähr ein Jahr später stellte er fest, dass das von ihm erworbene Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist. Der Verbraucher widerrief im Sommer 2016 den Vertrag und forderte die Bank auf den Kaufvertrag rückabzuwickeln, die Anzahlung herauszugeben und zu bestätigen, dass er keine weiteren Zins- und Tilgungsleistungen mehr zu erbringen habe. Die Bank wies den Widerruf einige Zeit später als verspätet zurück, da die 14-tägige Widerrufsfrist längst abgelaufen sei.

Das Landgericht Arnsberg stellte in dem anschließenden Gerichtsverfahren fest, dass die Widerrufsbelehrung fehlerhaft war und der Verbraucher deshalb berechtigt war den Widerruf auch zwei Jahre nach dem Kauf zu erklären. Das Landgericht begründet seine Entscheidung damit, dass grundsätzlich zwar eine 14-tägige Widerrufsfrist gilt, die mit dem Vertragsschluss des Autokredits zu laufen beginnt. Enthält die dem Verbraucher zur Verfügung gestellte Vertragsurkunde jedoch nicht die Pflichtangaben nach § 492 Abs. 2 BGB, beginnt die Frist erst mit Nachholung dieser Angaben zu laufen. Nach Ansicht des Landgerichts Arnsberg enthält der Autokreditvertrag der Volkswagen Bank nicht die erforderlichen Angaben und ist deshalb auch nach fast 2 Jahren noch widerrufbar. Dies deshalb, weil der Kläger nicht hinreichend über sein Kündigungsrecht aufgeklärt worden ist. Nach dem EGBGB muss der Verbraucherdarlehensvertrag klare und verständliche Angaben über das einzuhaltende Verfahren bei Kündigung des Vertrages enthalten. Der Verbraucher ist vollumfänglich darüber zu informieren, ob ihm ein Kündigungsrecht zusteht oder nicht. Diese Informationen fehlten nach Ansicht des Landgerichts Arnsberg in dem Darlehensvertrag mit der Volkswagen Bank. Deshalb war der Vertrag auch nach Ablauf der 14-tägigen Frist widerrufbar.

Es stellte fest, dass der Verbraucher keine Zins- und Tilgungsraten mehr leisten muss. Auf die von der Volkswagen Bank erhobene Widerklage entschied das Landgericht Arnsberg, dass der Verbraucher für den Gebrauch des Passat Wertersatz zu leisten habe.

Der klagende Verbraucher hatte im August 2014 einen gebrauchten VW Touran gekauft. Er leistete eine Anzahlung in Höhe von EUR 8.000,00 und finanzierte den restlichen Kaufpreis über einen Kredit der VW Bank.

In den Vertragsunterlagen wies die Bank zwar auf ein bestehendes ordentliches Kündigungsrecht hin. Ein Verweis darauf, dass der Kunde den Vertrag nach § 314 BGB auch außerordentlich kündigen kann, wenn ihm ein Festhalten am Vertrag unzumutbar ist, enthielt der Vertrag jedoch nicht. Darüber hinaus wurde im Vertrag auch nicht darauf hingewiesen, welche Berechnungsmethode die Bank bei der Ermittlung der Vorfälligkeitsentschädigung anwenden würde, wenn der Vertrag vorzeitig gekündigt wird.

Im März 2016 widerrief der Verbraucher dann den geschlossenen Vertrag. Die VW Bank lehnte den Widerruf des Verbrauchers ab, so dass das Landgericht Berlin mit der Entscheidung in der Sache betraut wurde.

Das Landgericht Berlin gab dem Autokäufer in dem anschließenden Verfahren überwiegend Recht. Nach der Ansicht des Landgerichts Berlin hätte die Bank den Kunden sowohl auf alle gesetzlichen Kündigungsmöglichkeiten, als auch auf die von der Bank im Falle einer vorzeitigen Kündigung angewendete Berechnungsmethode zur Ermittlung der Vorfälligkeitsentschädigung hinweisen müssen. Da sie dies nicht tat, konnte die Widerrufsfrist nicht zu laufen beginnen.

Durch den Widerruf wurde das Vertragsverhältnis in ein sog. Rückgewährschuldverhältnis gewandelt. Danach muss die VW Bank alle Zins- und Tilgungsleistungen sowie die Anzahlung an den Verbraucher zurückerstatten. Im Gegenzug erhält die Bank von dem Zeitpunkt der Auszahlung bis zum Widerruf die vertraglich vereinbarten Zinsen. Nach dem Widerruf schuldet der Kunde jedoch keine weiteren Zinsen. Darüber hinaus kann die VW Bank eine Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer verlangen.

Das Landgericht Berlin berechnete die Nutzungsentschädigung nach der sog. Werteverzehrtheorie. Danach erfolgt die Berechnung auf der Grundlage des Bruttokaufpreises im Verhältnis der zurückgelegten Kilometer zu der erwarteten Gesamtlaufleistung.

Im Verlaufe des Prozesses sickerte zudem ein interessantes Detail durch. Demnach war die VW Bank bereit, dem Kläger die Raten zurückzuzahlen und ihm das Auto zu schenken, wenn er die Klage fallen lässt. Dazu war der Kläger aber nicht bereit. Das zeigt, dass die VW Bank hierdurch versuchte das nun ergangene negative Urteile zu vermeiden. Es zeigt auch, dass gute Aussichten bestehen, einen Autokredit bei der VW Bank zu widerrufen.

Im November 2014 erwarb der Kläger einen gebrauchten Pkw zur Nutzung für private Zwecke zu einem Kaufpreis von 31.974,30 EUR. Auf diesen Kaufpreis leistete der Kläger eine Anzahlung von 5.000,00 EUR. Den restlichen Teil des Kaufpreises ließ der Kläger durch die Beklagte finanzieren. Zu diesem Zwecke schlossen die Parteien - vermittelt durch das Autohaus - am 6. November 2014 einen Darlehensvertrag über einen Nettodarlehensbetrag in Höhe von 26.974,30 EUR, mit einem Zinssatz von 1,88 % p.a., einer Laufzeit von 48 Monaten und monatlichen Darlehensraten von 268,01 EUR zuzüglich einer Schlussrate von 15.729,87 EUR.

Mit Schreiben vom 22. April 2017 widerrief der Kläger seine auf Abschluss des Darlehensvertrages gerichtete Willenserklärung. Die Beklagte wies den Widerruf mit Schreiben vom 26. April 2017 als unwirksam zurück.

Das Landgericht Ellwangen entschied jedoch, dass der Verbraucher berechtigt war den Autokreditvertrag zu widerrufen.

Die Beklagte hat nach Ansicht des Gerichts infolge des Widerrufs des Klägers gegen diesen keinen Anspruch mehr auf Zahlung des Vertragszinses und auf vertragsgemäße Tilgung. Denn der Kläger hat seine auf Abschluss des Darlehensvertrages gerichtete Willenserklärung fristgerecht widerrufen mit der Folge, dass die Parteien an ihre auf Abschluss des Vertrages gerichteten Willenserklärungen nicht mehr gebunden sind, § 355 Abs. 1 Satz 1 BGB (in der ab dem 13. Juni 2014 geltenden Fassung).

Gemäß § 355 Abs. 2 BGB beträgt die Widerrufsfrist 14 Tage und beginnt mit dem Vertragsschluss, soweit nichts anderes bestimmt ist. Nach § 356b Abs. 2 BGB setzt der Beginn der Widerrufsfrist bei einem Verbraucherdarlehensvertrag zusätzlich voraus, dass die gemäß § 492 Abs. 2 BGB erforderlichen Pflichtangaben in der dem Verbraucher zur Verfügung gestellten Vertragsurkunde enthalten sind. Ist dies nicht der Fall, beginnt die Frist erst mit Nachholung dieser Angaben.

Der Darlehensvertrag enthält die gemäß § 492 Abs. 2 BGB erforderlichen Angaben nach Artikel 247 §§ 6 bis 13 EGBGB in der vom 11. Juni 2010 bis zum 20. März 2016 geltenden Fassung (im Folgenden: a.F.) jedenfalls deshalb nicht, weil der Kläger nicht hinreichend auf sein Kündigungsrecht hingewiesen wurde.

Die Parteien schlossen am 5.6.2015 über das Autohaus einen Verbraucherdarlehensvertrag (Anlage K 1a) über einen Nettodarlehensbetrag von € 29.240,89 mit einer Laufzeit von 48 Monaten und einem Zinssatz von 2,46% p. a. zum Zwecke der Finanzierung eines Gebraucht-Pkw Audi A4 Avant 2.0 TDI. Mit dem Vertragsschluss trat der Kläger einer Restschuldgruppenversicherung „KSB/KSB Plus“ der Beklagten bei. Der Kläger hat eine Anzahlung auf den Kaufpreis in Höhe von € 15.000,- geleistet sowie bis zur mündlichen Verhandlung monatliche Darlehensraten in einer Gesamthöhe von € 8.120,-.

Dem Kläger stand im Hinblick auf den mit der Beklagten abgeschlossenen Verbraucherdarlehensvertrag ein Widerrufsrecht gemäß den §§ 495 Abs. 1, 355 Abs. 1 BGB zu.

2. Bei einem Allgemein-Verbraucherdarlehensvertrag beginnt die Widerrufsfrist gemäß § 356b Abs. 2 S. 1 BGB nicht zu laufen, bevor dem Verbraucher - anfänglich im Vertrag oder nachträglich nach Maßgabe des § 492 Abs. 6 BGB - die Pflichtangaben zum Darlehensvertrag gemäß § 492 Abs. 2 BGB i. V. m. Art. 247 §§ 6 bis 13 EGBGB erteilt worden sind. Eine unvollständige oder fehlerhafte Pflichtangabe steht dabei der Nichterteilung gleich (vgl. Palandt/Grüneberg, 77. Aufl. 2018, § 356b Rn. 3; BeckOKBGB/Müller-Christmann, 44. Ed. 2017, § 356b Rn. 5).

Vorliegend ist die Widerrufsfrist gemäß § 355 Abs. 2 S. 1 BGB nicht angelaufen, jedenfalls weil die Beklagte die Pflichtangabe zum einzuhaltenden Verfahren bei Kündigung des Vertrags gemäß § 492 Abs. 2 BGB i. V. m. Art. 247 § 6 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 EGBGB nicht ordnungsgemäß erteilt hat.

Gemäß Art. 247 § 6 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 EGBGB muss der Darlehensvertrag „klar und verständlich“ Angaben über „das einzuhaltende Verfahren bei Kündigung des Vertrags“ enthalten. In den Gesetzesmaterialien wird zu dieser Vorschrift ausgeführt: „Nach Nummer 5 ist - entsprechend Artikel 10 Abs. 2 Buchst. s) der Verbraucherkreditrichtlinie - das Verfahren bei der Kündigung im Vertrag anzugeben. Hierbei sind insbesondere die Bestimmungen des § 500 BGB-E zu beachten. Die Regelung soll dem Darlehensnehmer verdeutlichen, wann eine Kündigung des Darlehensgebers wirksam ist und wie der Darlehensnehmer selbst den Vertrag kündigen kann. Bei befristeten Darlehensverträgen muss zumindest darauf hingewiesen werden, dass eine Kündigung nach § 314 BGB möglich ist“ (vgl. BT-Drs. 16/11643, S. 128). Hieraus folgert die h. M. in Literatur und Rechtsprechung zutreffend, dass im Rahmen der Pflichtangabe nach Art. 247 § 6 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 EGBGB auf sämtliche Kündigungsrechte sowohl des Darlehensgebers als auch des Darlehensnehmers und bei einem befristeten Darlehensvertrag insbesondere auch auf das Kündigungsrecht des Darlehensnehmers aus wichtigem Grund gemäß § 314 BGB hinzuweisen ist (vgl. Palandt/Weidenkaff, 77. Aufl. 2018, Art. 247 § 6 EGBGB Rn. 3; MüKoBGB/Schürnbrand, 7. Aufl. 2016, § 492 Rn. 27; Merz, in: Kümpel, Bank und Kapitalmarktrecht, 4. Aufl. 2011, Rn. 10.203; OLG Frankfurt, Urt. v. 11.04.2017, Gz. 25 U 110/16, Rn. 28; OLG Koblenz, Beschluss vom 15.10.2015, Gz. 8 U 241/15, Rn. 19; LG Arnsberg, Urt. v. 17.11.2017, Gz. 2 O 45/17, Rn. 19 ff.). Diese Voraussetzung erfüllt der vorliegende Darlehensvertrag nicht, indem unter Ziff. 7 ausschließlich Regelungen für das Kündigungsrecht der Bank getroffen werden; zum außerordentlichen Kündigungsrecht des Darlehensnehmers enthält der Vertrag keinen Hinweis.

Rechtsfolge des Widerrufs ist das Erlöschen der Primärpflichten aus dem Darlehensvertrag und dessen Umwandlung in ein Rückgewährschuldverhältnis.

Die Klägerin kaufte im März 2013 ein gebrauchtes Wohnmobil mit Dieselmotor, ein Fiat Rapido 643 F für 40.000,00 Euro. Davon finanzierte sie über einen Kredit in Höhe von 20.000,00 Euro bei der Beklagten, der Commerz Finanz GmbH. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 150 Monaten. Mit Schreiben vom 5.9.2017, also 4 ½ Jahre nach Abschluss des Darlehensvertrags, widerrief die Klägerin ihre Erklärung auf Abschluss des Kreditvertrags. Die Beklagte war aber vorgerichtlich zu einer Einigung zunächst nicht bereit.

Mit Urteil vom 22.03.2018 gab das Landgericht Stuttgart der Klage statt. Das Gericht verurteilte die Commerz Finanz GmbH, an die Klägerin 17.232,76 Euro nebst Prozesszinsen gegen Rückgabe des Fahrzeugs zu bezahlen. Ferner stellte das Gericht fest, dass die Bank keine Ansprüche aus dem Darlehen gegen die Klägerin hat. Dies zielt insbesondere auf die offene Restforderung der Bank gegen die Klägerin in Höhe von ca. 17.000 €.

Das Landgericht Stuttgart begründet seine Entscheidung damit, dass die 14-tägige Widerrufsfrist nicht beginnt, bevor die Darlehensnehmerin nicht über die gesetzlichen Pflichtangaben belehrt worden sei. Nach den gesetzlichen Vorgaben muss der Verbraucherdarlehensvertrag klar und verständlich die im Gesetz einzeln aufgezählten Angaben enthalten. Hierzu gehöre auch die Unterrichtung über das Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufsrechts.

Das Landgericht argumentiert unter Verweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (Bundesgerichtshof, Urteil vom 04.07.2017 - XI ZR 741/16, Rn. 27), dass Angaben dann klar und verständlich seien, wenn ihre Gestaltung es einem normal informierten, angemessen aufmerksamen und verständigen Verbraucher ermöglicht, die jeweils einschlägigen Angaben aufzufinden.

Diesen Anforderungen würde weder die Widerrufsinformation gerecht, noch sind diese Anforderungen bezüglich der notwendigen weiteren Angaben erfüllt worden. Hierbei stellt das Gericht darauf ab, das der Klägerin ein Exemplar des Darlehensvertrags in einer zu kleinen Schriftgröße übergeben wurde. Der Text der der Klägerin übergebenen Widerrufsinformation ist in einer so kleinen Schrift gefasst, dass es dem durchschnittlichen Darlehensnehmer nicht mehr möglich ist, diesen flüssig zu lesen. Noch schwieriger wird dies bei den einbezogenen Vertragsbedingungen, deren Lesbarkeit dadurch, dass die ohnehin schon extrem kleine Schriftgröße durch das etwas verwaschene Schriftbild hinsichtlich der Lesbarkeit weiter eingeschränkt wird.

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AUTOKREDIT WIDERRUFEN

SIE FRAGEN | WIR ANTWORTEN

Schließt ein Verbraucher einen Kreditvertrag ab, dann steht ihm nach der gesetzlichen Regelung ein 14-tägiges Widerrufsrecht des Vertrages zu. Allerdings beginnt diese 14-tägige Frist nur dann zu laufen an, wenn der Verbraucher tatsächlich alle notwendigen Informationen zum Widerrufsrecht erhalten hat und damit fehlerfrei über das ihm zustehende Widerrufsrecht belehrt wurde.

Ist die Widerrufsbelehrung fehlerhaft, dann beginnt dieses Frist nicht zu laufen und der Verbraucher kann auch Jahre nach dem Vertragsabschluss den Autokreditvertrag noch widerrufen. Dieser sog. Widerrufsjoker ist in den letzten Jahren bei Immobilienkrediten bekannt geworden. Dort konnten durch das „ewige Widerrufsrecht“ bei fehlerhaften Widerrufsbelehrungen zehntausende Verbraucher aus überteuerten Krediten aussteigen und zu günstigen Darlehenskonditionen neu abschließen. Viele Gerichte bis zum Bundesgerichtshof haben bei diesen Verfahren zu Gunsten der Verbraucher entschieden. Ein ähnliches Szenario ist auch bei Autokrediten zu erwarten.

Wahrscheinlich nicht. Das gesetzliche Widerrufsrecht ist ausschließlich Verbrauchern eingeräumt. Aus diesem Grunde müssen die finanzierenden Autobanken bei Selbständigen und Firmen nicht über die gesetzlichen Regelungen zum Widerrufsrecht informieren. Nur wenn die finanzierende Autobank einem Selbständigen oder einer Firma ein vertragliches Widerrufsrecht eingeräumt haben sollte, dann wäre ein solcher Widerruf noch möglich. Allerdings ist hiervon nicht auszugehen.

Es sind nicht nur Autokreditverträge betroffen, die der Finanzierung eines Autokaufvertrages dienten. Auch Leasingverträge können vorzeitig und ohne Zusatkosten aufgrund von Fehlern im Widerruf des Vertrages aufgelöst werden.

Der Widerruf kann auch dann erklärt werden, wenn der Finanzierungsvertrag bereits beendet wurde. Ob ein Widerruf in diesem Fall wirtschaftlich sinnvoll ist, sollte vor der Erklärung des Widerrufs geklärt werden.

Nein. Das Widerrufsrecht ist nicht auf bestimmte Fahrzeuge oder Modelle beschränkt. Und auch Verbraucher, die vom Abgasskandal betroffen sind oder die das Update der Motorsteuerung bereits erhalten haben sowie deren Fahrzeug einen Mangel hat können ihren Vertrag noch widerrufen.

Die finanzierenden Autobanken haben im Rahmen ihrer Informationspflichten und bei der Erstellung der Widerrufsbelehrungen zahlreiche Fehler gemacht. Hierzu gehören u.a. fehlende und nicht unterschriebene Vertragsunterlagen, fehlende Angaben zum einzuhaltenden Verfahren bei Kündigung des Vertrags durch den Verbraucher und zum Autohaus, unzutreffende Angaben des Tageszinses und zu den Widerrufsfolgen und dem Wertverlust. Diese fehlerhaften Angaben führen dazu, dass der Kreditvertrag noch heute widerrufen werden kann.

Wenn Ihr Vertrag nach dem 13. Juni 2014 abgeschlossen wurde, dann rechnet sich ein Widerruf in jedem Fall. Denn Sie zahlen in diesem Fall keinen Wertersatz für den bisherigen Gebrauch des Autos. Aber auch, wenn Sie den Vertrag nach dem 11. Juli 2010 abgeschlossen haben kann sich ein Widerruf trotz eines zu zahlenden Wertersatzes wirtschaftlich lohnen. Als Faustformel für den Widerruf von Autokrediten gilt: Je weniger Kilometer Sie mit dem Auto gefahren sind, desto eher rechnet sich ein Widerruf.

Bei Neufahrzeugen errechnet sich der Wertersatz nach der Formel:
Selbst gefahrene Kilometer * Kaufpreis / Gesamtlaufleistung (typischerweise 250 000 Km, bei kleineren Fahrzeugen ca. 200.000, bei großen 300.000)

Bei Gebrauchtfahrzeugen errechnet sich der Wertersatz nach der Formel:
Selbst gefahrene Kilometer * Kaufpreis / (Gesamtlaufleistung – Tachostand bei Kauf)

Wer seinen Wagen ab dem 11. Juni 2010 beziehungsweise ab dem 13. Juni 2014 erworben und über einen Autokredit finanziert hat, darf also auf traumhafte Konditionen bei Nutzung und Rückgabe desselben hoffen. Gleiches gilt für alle Betroffenen des Dieselskandal – denn auch hier könnte das Fahrzeug mit einer manipulierten Abgaseinrichtung problemlos an den Händler zurückgegeben werden.

Wer seinen Vertrag nach dem 13. Juni 2014 abgeschlossen hat, der hat besonders gute Karten. Denn die für diese Kreditverträge verwendete Widerrufsbelehrung enthält eine Vielzahl erheblicher Fehler, so dass die zwei Wochen Widerrufsfrist eines zulässigen Widerrufs zu keiner Zeit in Kraft treten konnte. Daraus wiederum resultiert für den Verbraucher das sog. ewige Widerrufsrecht: Er kann sein Fahrzeug auch nach mehreren Jahren noch zurückgeben, wobei ihm alle bisher geleisteten Raten und die Anzahlung zurückzuzahlen sind. Für eine Wertminderung oder Nutzungsentschädigung gefahrener Kilometer muss er zudem nicht aufkommen, so dass er faktisch die gesamte Zeit kostenfrei gefahren ist.

Gute Karten haben auch diejenigen, die ab dem 11. Juni 2010 einen Vertrag abgeschlossen haben. Denn auch in den dort verwendeten Widerrufsbelehrungen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Fehler. Auch in diesen Fällen muss die finanzierende Autobank die bisher gezahlten Raten und die Anzahlung zurückzahlen. Allerdings muss der Verbraucher bei diesen Verträgen Wertersatz leisten, da er nicht in den Vorteil der Gesetzesänderung vom 13. Juni 2014 kommt. D.h. der Verbraucher muss in diesen Fällen für die bisher gefahrenen Kilometer sowie den stets zu prüfenden Wertersatz des Autos einen Betrag an die Autobank zahlen. Allerdings dürfte dieser Betrag regelmäßig sehr günstig sein, so dass auch in diesem Fällen ein lukrativer Widerruf möglich ist.

Nach dem Widerruf müssen Sie das Fahrzeug an die Bank herausgeben. Da sie die gezahlten Raten und eine mögliche Anzahlung zurückerhalten, darf die Bank selbstverständlich das Auto behalten.

Wie die Bank auf den erklärten Widerruf reagieren wird steht nicht fest. Möglich ist, dass der erklärte Widerruf als wirksam anerkannt oder als unwirksam zurückgewiesen wird. Aus unserer Erfahrung ist es in fast allen Fällen so, dass die Banken den erklärten Widerruf als unwirksam zurückweisen und der Widerruf mit qualifizierter anwaltlicher Unterstützung durchgesetzt werden muss. Hierbei sind wir Ihnen gerne behilflich.

Die Erstberatung und die Überprüfung Ihres Autokreditvertrages ist bei uns für Sie kostenfrei. Gerne bestätigen wir Ihnen dies auch auf Nachfrage schriftlich.

Im Falle einer Ablehnung des Widerrufs und der anschließenden Beauftragung eines Rechtsanwalts können die Anwaltskosten der Gegenseite auferlegt werden. Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung muss derjenige die Gerichts- und Anwaltskosten bezahlen, der den Prozess verliert.

Es ist auch möglich die Kosten über eine Rechtsschutzversicherung abzusichern. In den Rechtsschutzversicherungsverträgen ist der Widerruf von Darlehensverträgen regelmäßig versichert. Bei einem Autokauf greift auch die Verkehrsrechtsschutzversicherung ein. Zur Sicherheit sollte jedoch auch Vertragsrechtsschutz bestehen.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt der Rechtsschutzversicherungsfall erst dann ein, wenn die Bank den erklärten Widerruf zurückweist. In diesem Zeitpunkt muss der Rechtsschutzversicherungsschutz bestehen. Dies bedeutet, dass Sie auch heute noch vor Erklärung des Widerrufs eine Rechtsschutzversicherung abschließen können. Sie sollten bei dem Vertragsabschluss in jedem Fall beachten, ob sich Ausschlussklauseln hinsichtlich des Widerrufs von Darlehensverträgen in den Versicherungsbedingungen finden. Diese lauten z.B.: „Es besteht kein Rechtsschutz, wenn (...) der Versicherungsnehmer ein Recht (z. B. Widerruf) ausübt (...) und sich als Voraussetzung dafür auf die Mangelhaftigkeit der (...) Belehrung (...) beruft (...).“ Sie müssen auch beachten, dass viele Rechtsschutzversicherungsverträge eine Wartezeit von 3 Monaten vorsehen. Bei dem Bestehen einer Wartezeit, sollten Sie den Widerruf erst nach Ablauf der Wartezeit erklären.

Gerne beraten wir Sie vor Ihrem Widerruf, so dass Sie ohne Kostenrisiko vorgehen können.

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